Die eigene Suppe…

Mal ganz ehrlich, hier in Deutschland ist Origami nicht so weit verbreitet und die wenigen Bücher die es gibt sind absolut mies…

1. Problem: Diagramme

Wieso müssen die deutschen Buchverlage auch immer ihr eigenes Süppchen kochen? Wenn man sich z. B. japanische, amerikanische oder auch spanische Origamibücher anschaut, fällt eines auf, man kann sie benutzen, auch wenn man die Sprache nicht versteht. Und wie kann das sein? Ganz einfach, es gibt einen gewissen Satz an Pfeilen und Zeischen, die inzwischen wohl genormt (wäre doch eigenlich was typisch deutsches) und in jeder Sprache (außer deutsch) gleich sind. Jeder Pfeil und jedes Zeichen hat eine eigenen Bedeutung, die meißt vorne im Buch sehr anschaulich durch Bilder erklärt wird. Dies hilft dabei ein Origamidiagram zu verstehen ohne die fremde Sprache zu können und ein Modell nach zu falten. Zur Hilfe gibt es dann noch schön große Bilde und wenig Text. Selbst komplexe Modelle lassen sich so falten, auch wenn ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad es einfacher ist, wenn man die Erklärung verstseht. Zusammengefasst haben wir also schöne große Bilder, die durch allgemein verständliche Symbole ein Diagram bilden, mit dem man auch ohne Sprache schöne Modelle falten kann.

In den deutschen Origamibüchern, die ich kenne ist das anders, ein besonders schönes Beispiel ist erst vor kurzem rausgekommen. Hier gibt es innerhalb der „Diagramme“ flächenmässig genau so viel Text wie Bilder… ??? Das bedeutet, dass die Bilder sehr klein sind, ca 3x4cm und dazu viel Text kommt. Pfeile und andere Zeichen findet man gar nicht.  Wirklich leicht verständlich sind die Diagramme nicht. Wie soll denn jemand, der mit solchen Büchern anfängt, andersprachige Diagramme verstsehen?  Hier beginnt das zweite Problem…

2. Problem: Schwierigkeitsgrad

Ich finde es immer wieder schön zu sehen, das auch deutsche Bücher eine Einteilung für die Modelle von einfach bis schwer haben. Dummerweise passt diese gar nicht mit dem Schema aller anderen Bücher überein… Da die deutschen Bücher sich fasst komplett im Anfängersegment aufhalten, sind die schweren Modelle meißt nur leichtes Mittelmaß im internationalem Vergleich. Ich habe bis jetzt noch kein deutsches Origamibuch gefunden, dass über mittelschwere Modelle hinausgeht. Das bedeutet, dass jemand der sich weiter entwickeln will, auf anderssprachige Diagramme (die es zu Hauf und kostenlos im Netz gibt) ausweichen muss, die er aber nur sehr schwer verstsehen kann… sehr anstrengend

3. Problem: Umfang

Eine Doppelseit sieht hier folgendermaßen aus:

links Diagram – rechts Foto

Und das auf jeder Seite, d. h. für eine Modelle das über 2 Doppelseiten geht, gibt es zwei Fotos, die grob das gleiche zeigen… Wozu so viele Fotos, würde ein kleines nicht reichen? Muss das über die ganze Seite gehen?

Bei diesem Buch spezielle kommt noch hinzu, dass es eine Einteilung in drei Papier Sorten gibt, die sich für verschiedene Modelle eignen, es wird aber an keiner Stelle Papier vorgestellt oder beschrieben, welche Sorte Papier welche Dicke hat…

Sehr schade… Aber ich bleibe bei internationalen Diagrammen…

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2 Kommentare zu “Die eigene Suppe…

    • Hi, habe das Buch nicht mehr hier und kann es gerade leider nicht im Internet finden. Wenn ich den Titel rausgefunden habe, sag ich Bescheid ^-^

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